Informationen über die Rasse

"Chinese Crested Dog"



Eigenschaften eines Chinese Crested

Am häufigsten hört man, Nackthunde weisen im allgemeinen eine höhere Körpertemperatur (40°C) auf, als Hunde mit Fell, deren physiologische Körpertemperatur zwischen 38°C und 39°C liegt.

Haarlose Hunde fühlen sich einfach nur auf Grund des fehlenden Haarkleides wärmer an. Schert man einem das Fell bis auf die Haut und vergleicht die abgestrahlte Wärme mit der eines Nackthundes, so würde man keinen Unterschied feststellen.Manche Tierschützer sind absolut gegen die Zucht haarloser Hunde. Sie begründen ihre Ablehnung damit, Nackthunde besäßen einen höheren Stoffwechsel, der zur frühzeitigen Alterung der Zellen und damit zu einer verkürzten Lebenserwartung führe. Die Tatsache, daß es Chinese Crested Hairless Dogs, Xoloitzciuntles und Pero sin Pelo del Perus gibt, die das Alter von 10 Jahren weit überschritten haben, widerlegt diese Aussage.

Auch die Annahme, haarlose Hunde müßten zur Wärmeregulierung nicht hecheln und würden wie der Mensch durch die Poren der Haut transpirieren, ist falsch. Ein Nackthund schwitzt wie jeder andere Hund, indem er seine Wärme über die Pfoten und die hechelnde Zunge abgibt.

Powder Puff und Hairless

Der Powder Puff (Puderquaste) zeichnet sich durch einen weichen Haarschleier, der den gesamten Körper umhüllt, aus. Die haarlose Variante weist seidiges Haar auf dem Kopf, an den Pfoten und an der Rute auf. Der Rest des Körpers soll nackt sein, allerdings zeigen Hunde mit üppiger Schopf-, Ruten-, und Sockenbefederung eine deutliche Flaumbehaarung am Körper. Dieser Flaum variiert von Tier zu Tier, so daß man selbst den haarlosen Chinese Crested in "echt nackt" und "semicoat" unterscheiden kann. Als semicoat bezeichnet man Hunde, die, obwohl sie reichlich Haare am Körper haben, kein dichtes Haarkleid wie es der Powder Puff trägt, aufweisen.

 

                     

 

Pflege, Fütterung und Haltung eines Chinese Crested

Das Haarkleid des Chinese Crested Powder Puff erfordert gegenüber dem haarlosen Rassevertreter mehr Aufmerksamkeit, jedoch benötigen beide Varianten regelmäßige Bäder, um Haut und Haar in guter Kondition zu halten. Um Hautirritationen zu vermeiden, muß der haarlose Chinese Crested möglichst sauber gehalten werden.    Das Kämmen der Powder Puff - Variante ist schon etwas aufwendiger, wogegen das tägliche Bürsten des Schopfes, der Socken- und Rutenbefederung beim Hairless nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Interessenten, die sich bezüglich der Pflege ihres Tieres wenig Arbeit machen wollen, sollten sich dennoch eher für eine andere Hunderasse entscheiden.

Chinese Crested - Besitzer hören oft die Frage, ob die haarlosen Hunde sich im Sommer keinen Sonnenbrand zuziehen würden. Da die Haut der Hunde schon mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr langsam ihre Farbe intensiviert und dunkler wird, braucht sie im Sommer keinerlei Schutz. Lediglich Hunde, die kaum Pigment haben oder viele helle Punkte bzw. Flecken am Körper aufweisen, benötigen den Schutz einer milden Lotion mit Lichtschutzfaktor.

Auch der Winter bereitet dem haarlosen Hund keine Schwierigkeiten. solange der Chinese Crested in Bewegung bleibt, ist für ihn kein Mäntelchen nötig. Hält man sich aber für längere Zeit mit dem Hund bei niedrigen Temperaturen auf, ohne daß sich das Tier durch Bewegung warm halten kann, so ist ein Hundepullover (wie auch für viele Hunde kurzhaariger Rassen) von Vorteil.

Egal, ob Sommer oder Winter, Chinese Cresteds toben gern sowohl in der Sonne als auch im tiefen Schnee. die Freude ist ihnen immer anzusehen. Was der kleine haarlose Hund allerdings nicht sehr gern hat, sind Regen und Wind. Wenn beides zusammentrifft, zieht er gemütliche Stunden auf dem Sofa einem ausgedehnten Spaziergang vor.

Chinese Cresteds können mit qualitativ hochwertigem Hundefertigfutter ernährt werden, allerdings haben sie eine ausgesprochene Vorliebe für Obst und rohes Gemüse jeglicher Art, der man als Besitzer nachkommen sollte. Haarlose Chinese Crested benötigen vor allem im Winter mehr Futter als Hunde mit vergleichbarem Körpergewicht, da sie mehr Energie verbrennen, um ihre Körpertemperatur konstant zu halten.

 

  

 

Eigenschaften

Auf Grund des fehlenden Haarkleides ist der Chinese Crested Hairless Dog besonders für Tierhaarallergiker geeignet, die nicht auf die Freuden der Hundehaltung verzichten möchten. In einigen Fällen reagieren Allergiker nicht einmal auf die behaarte Variante, den Powder Puff.

Da der Chinese Crested eine äußerst verspielte Hunderasse ist, die bis ins hohe Alter aktiv bleibt, kommt sie auch für Familien mit Kindern in Frage. Der "CC" ist auch für Menschen geeignet, die mit dominanten Hunden Probleme bekämen. Er ist sehr leicht zu lenken und zu erziehen und es ist ihm ein Bedürfnis, seinem Menschen alles recht zu machen. Ein Hund dieser Rasse wird seinen Besitzer mit Liebe buchstäblich überschütten. Er kann an ihm wie ein kleines Äffchen hochklettern und ihn regelrecht umarmen.

Der Chinese Crested ist kein Kläffer, er bellt sehr wenig. Wenn Besuch kommt, wird dieser freudig begrüßt, mitunter auch mit Gebell, aber es kehrt recht schnell wieder Ruhe ein.

Auch wenn es sich um eine Zwerghunderasse handelt, benötigen diese Hunde ausreichend Auslauf. Ihr Körperbau macht sie zu sportlichen Partnern, die auch im Agility - Parcours eine gute Figur abgeben. Der Chinese Crested bewältigt Spaziergänge von mehreren Kilometern, ohne zu ermüden, kommt aber auch mit kürzeren Ausflügen aus.

Diese Hunderasse braucht in Einzelhaltung viel Beschäftigung und vor allem den Kontakt zu ihren Menschen. Langes allein sein behagt diesem Hund nicht, da er bei allen Abenteuern mit von der Partie sein möchte.

 

          

 

Historie des Chinese crested dogs
 
Es wird angenommen, daß haarlose Hunde bereits seit 2000 v.Chr. existieren. Durch die Deutung archäologischer Fundstücke wie Vasen, Statuen, Gravuren, Bilder und Wandmalereien wiesen Historiker nach, daß es haarlose Hunde in Afrika, der Türkei, Portugal, Indien, Mexiko, Zentral- und Südamerika, China und den Philippinen zu dieser Zeit gegeben hat. Man geht davon aus, daß der Chinese Crested, wie wir ihn heute kennen, von den haarlosen Hunden Afrikas abstammt. Aus ihnen wurde in Asien während der Han-Dynastie (202 v. Chr. bis 220 n. Chr.) ein kleinerer, dem chinesischen Schönheitsideal entsprechender Kleinhund (Toy) gezüchtet.
Eine voraztekische Kultur verehrt die haarlosen Hunde als Repräsentanten perfekter und selbstloser Liebe. (Heutige Halter dieser Hunderassen können diese Verehrung durchaus  nachvollziehen. Die Hunde dieser Zeit wurden mit ihren Besitzern als Grabbeigabe beerdigt, denn die Legende besagte, der Geist des Hundes würde dem seines Herrn folgen, um alle guten und schlechten Taten des Besitzers zu bezeugen. Die späteren Azteken erhoben die "Haarlosen" zu geistigen Sinnbildern und aßen diese zu speziellen feierlichen Anlässen.
Statuen und Bilder haarloser Hunde wurden in den Pyramiden der Pharaonen gefunden. Die Ägypter sagten diesen Hunden mystische Kräfte nach. Sie wurden vom ganzen Volk verehrt, aber nur von der Elite besessen.
Haarlose Hunde wurden sogar in den Reiseberichten Christopher Columbus erwähnt, was die Vermutung aufkommen läßt, die spanischen Eroberer hätten haarlose Hunde aus Mexiko, Süd- und Zentralamerika mit auf See genommen, um sie teilweise als Nahrungsquelle zu nutzen und/oder diese Hunde, zurück in Spanien, an wohlhabende Adlige zu verkaufen.
Wahrscheinlich begleiteten haarlose Hundedie Indianer während ihrer Migration von Asien nach Alaska über die Beringstraße. Der Vatikan besitzt einige Bilder von Straßenszenen, die haarlose Hunde während des römischen Reiches zeigen.
Keine genauen Aufzeichnungen über die Existenz des Chinese Crested gibt es zwischen 1700 und 1800, bis französische, britische und portugiesische Entdecker von dieser Rasse berichteten, die sie in Asien antrafen. Zwischen 1850 und 1860 sammelte der damals bekannte britische Hundenarr und Ausstellungsrichter W.K.Taunton seltene Hunderassen auf seinen Weltreisen. Seine Zucht von Chinese Crested Dogs brachte den ersten Ausstellungshund mit dem Namen "Chinese Emperor" hervor. Die Richter seiner Zeit waren von diesen Vierbeinern weniger begeistert als ihr Züchter und lehnten eine Bewertung ab. Die Hunde wurden als Kuriosität angesehen und in Londons Zoologischem Garten ausgestellt.
Seit 1965 der Chinese Crested Dog in England anerkannt wurde, stieg die Zahl der Züchter kontinuierlich. Die vorsichtige Zucht und das Wissen um die Genetik der Haarlosen brachte diese gesunden, lieben und intelligenten Hunde hervor, die Kenner heute als Chinese Crested Dogs so schätzen.

Text freundlicherweise bereitgestellt von Annerose Demski und Birgit Ott

 

 

 



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